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<title>Iberer</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Iberer</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Die <b>Iberer</b> ist ein Überbegriff antiker Autoren für diverse ethnische Gruppen, die in <a href="Ur-_und_Fr%C3%BChgeschichte" title="Ur- und Frühgeschichte">ur- und frühgeschichtlicher Zeit</a> die <a href="Iberische_Halbinsel" title="Iberische Halbinsel">Iberische Halbinsel</a>, zeitweise auch Gebiete außerhalb derselben, bewohnten.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die römischen Geschichtsschreiber verwandten den Begriff der Iberer für die Stämme an der Küste im Gegensatz zu den Kelten, die sie im Landesinnern vorfanden.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<p>Der römische Geschichtsschreiber <a href="Marcus_Terentius_Varro" title="Marcus Terentius Varro">Marcus Terentius Varro</a> berichtet, die Iberische Halbinsel sei nacheinander von den Iberern, <a href="Kelten" title="Kelten">Kelten</a>, <a href="Ph%C3%B6nizier" title="Phönizier">Phöniziern</a>, <a href="Griechen" title="Griechen">Griechen</a> und <a href="Karthago" title="Karthago">Karthagern</a> besiedelt worden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei werden die Völker der <i>Cessetani</i>, der <i>Ilercavones</i> und der <i>Contestani</i> auf dem Gebiet der Iberer erwähnt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ungefähr zeitgleich berichtet Strabon im Gebiet der Iberer von den <i>Edetani</i> und den <i>Bastetani</i>. Er erwähnt auch die Region Laietania.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Die Iberer waren ein vorindogermanisches, möglicherweise aus Nordafrika stammendes Volk und vorrömische Bewohner des Ostens und Südens der Iberischen Halbinsel, darunter des heutigen <a href="Katalonien" title="Katalonien">Kataloniens</a>. Das älteste Datum stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und die letzten sind um das 1. Jahrhundert n. Chr. datiert. Die Iberer lebten zunächst in geschlossenen Stammesgemeinschaften. Sie betrieben Ackerbau und hatten Kenntnisse und Fertigkeiten in der Metallverarbeitung, einschließlich der Verarbeitung von <a href="Bronze" title="Bronze">Bronze</a>. In späteren Jahren entwickelten die Iberer eine vielschichtige Kultur mit verstädterten Siedlungen (über 30 dieser poblados sind untersucht) und gesellschaftlicher Schichtung.
</p><p>Die <a href="Ph%C3%B6nizier" title="Phönizier">Phönizier</a> errichteten im 8. Jahrhundert v. Chr. mit <i>Gadir</i> oder <i>Gades</i> (heute <a href="C%C3%A1diz" title="Cádiz">Cádiz</a>) einen ihrer bedeutendsten Handelsstützpunkte auf der Iberischen Halbinsel und nahmen mit den Iberern wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt oder wenig später Verbindung auf. <a href="Griechische_Kolonisation" title="Griechische Kolonisation">Griechische Kolonisatoren</a> gaben im 6. Jahrhundert v. Chr. die ersten historischen Hinweise auf die Iberer. Die <a href="Griechen" title="Griechen">Griechen</a> titulierten auch einen anderen Volksstamm als Iberer, die <a href="Iberien_(Kaukasien)" title="Iberien (Kaukasien)">kaukasischen Iberer</a>. Der Grund für diese Namensgleichheit ist unbekannt.
</p><p>Die Iberer bauten mit den Phöniziern und Griechen Handelskontakte auf, bei denen das auf der Iberischen Halbinsel vorkommende <a href="Silber" title="Silber">Silber</a> ein begehrtes Produkt war. Diese bis ins 5. vorchristliche Jahrhundert reichende Periode des Handels stellt gleichzeitig die Blütezeit der iberischen Kultur dar. Aus den vorwiegend südspanischen Kerngebieten breiteten sich die Iberer nach Nordosten aus, bis in das heutige Südfrankreich (<i>oppida</i> von <a href="Ullastret_(Oppidum)" title="Ullastret (Oppidum)">Ullastret</a> und <a href="Oppidum_d%E2%80%99Ens%C3%A9rune" title="Oppidum d’Ensérune">Ensérune</a>). Die iberische Kultur ist durch zahlreiche <a href="Arch%C3%A4ologie" title="Archäologie">archäologische</a> Funde nachgewiesen (siehe etwa die Ausstellung in der <i>Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland</i>)<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Die iberischen Fundstellen in <a href="Katalonien" title="Katalonien">Katalonien</a> wie der <a href="Puig_de_Castellet" title="Puig de Castellet">Puig de Castellet</a> bei <a href="Lloret_de_Mar" title="Lloret de Mar">Lloret de Mar</a> sind in der Ruta dels Ibers zusammengeschlossen, die vom <a href="Katalanisches_Arch%C3%A4ologisches_Museum_(Barcelona)" title="Katalanisches Archäologisches Museum (Barcelona)">Museu d’Arqueologia de Catalunya</a> organisiert wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Besiedlung">Besiedlung</h2></div>
<p>Viele Iberer lebten in großen Städten, die fast immer von Verteidigungswerken umgeben waren. Sie konnten bis zu 15 ha Fläche erreichen. In die Felsen wurden oft siloartige Behältnisse gehauen, um darin landwirtschaftliche Erträge zu speichern. Heilige Bereiche fanden sich oft auf der höchstgelegenen Stelle einer Stadt, einer Art Akropolis. Aus ihnen stammen Votivfiguren aus Terracotta und Büsten wie die Dama de Elche. Bekannte Städte sind zum Beispiel Puente Tablas im Süden und Ullastret im Norden. In den Nekropolen der Städten wurde eine stark hierarchisierte Gesellschaft abgebildet, mit Monumentalskulpturen und Mausoleen für eine reiche Minderheit.<sup id="cite_ref-:1_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im südlichen Gebiet fanden sich fast nur große oder mittlere Städte. Die nördliche Ausbreitung in Katalonien hingegen ist charakterisiert durch ein ausgedehntes Netz an Bauernhöfen und kleinen Weilern sowie befestigten Oppida. Am Meer gab es wohl ein Netz kleiner Hafenstädte, in denen auch ein gewisser Reichtum fassbar wird.<sup id="cite_ref-:1_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Äußere_Einflüsse"><span id=".C3.84u.C3.9Fere_Einfl.C3.BCsse"></span>Äußere Einflüsse</h2></div>
<p>Die <a href="Ligurer" title="Ligurer">Ligurer</a> siedelten vor allem nördlich der <a href="Pyren%C3%A4en" title="Pyrenäen">Pyrenäen</a>, aber auch im Osten der Iberischen Halbinsel. Im 5. und 4. vorchristlichen Jahrhundert wanderten <a href="Kelten" title="Kelten">Kelten</a> nach Westen und verdrängten die Ligurer. Die Kultur der Kelten herrschte dann im Norden und Westen der Halbinsel vor, während die Iberer den Süden hielten. Die Iberer im heutigen Spanien bewahrten ihre Eigenständigkeit oder vermischten sich mit den Kelten zu den <a href="Keltiberer" title="Keltiberer">Keltiberern</a>. Aus dieser Zeit stammen die Stammeseinteilungen in Keltiberer, <a href="Lusitaner" title="Lusitaner">Lusitaner</a> (heutiges <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a>), <a href="Asturer" class="mw-redirect" title="Asturer">Asturer</a> und <a href="Kantabrer" title="Kantabrer">Kantabrer</a> (Nord-West-<a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a>) sowie <a href="Turdetaner" title="Turdetaner">Turdetaner</a> (bei <a href="Tartessos" title="Tartessos">Tartessos</a>).
</p><p>Die Iberer und die Keltiberer trieben intensiven Handel mit anderen mittelländischen Kulturen. Iberische Keramik wurde in Frankreich, in Italien und in Nordafrika gefunden. Iberer hatten ebenfalls einen intensiven Kontakt mit den griechischen Kolonisatoren, welche ihre kulturellen Fähigkeiten mit ihnen teilten. Die Iberer haben möglicherweise einige künstlerische Fähigkeiten der Griechen übernommen.
</p><p>Zur Zeit der <a href="Punische_Kriege" title="Punische Kriege">Punischen Kriege</a> gerieten die Iberer ins Blickfeld der überlieferten Geschichte. Zwischen dem ersten und dem zweiten Punischen Krieg kamen sie für kurze Zeit unter die Herrschaft der <a href="Karthago" title="Karthago">Karthager</a>. Beide Volksgruppen stellten auch Truppen für <a href="Hannibal" title="Hannibal">Hannibals</a> Heer. Anschließend wurden sie vom <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">römischen Reich</a> militärisch bedrängt und letztendlich besetzt. Die folgende Romanisierung bedeutete das Ende einer eigenständigen Kultur oder Politik.
</p><p>Nach dem <a href="Untergang_des_R%C3%B6mischen_Reiches" title="Untergang des Römischen Reiches">Untergang des Römischen Reiches</a> endete die Epoche der Iberer endgültig mit dem Einfall der <a href="Vandalen" title="Vandalen">Vandalen</a> (406), der <a href="Westgoten" class="mw-redirect" title="Westgoten">Westgoten</a> (415) und schließlich der <a href="Mauren" title="Mauren">Mauren</a> (712).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprache_und_Schrift">Sprache und Schrift</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Iberische_Sprache" title="Iberische Sprache">Iberische Sprache</a></i></div>
<p>Die Iberische Sprache gehört wahrscheinlich zum Kreis der <a href="Altmediterrane_Sprachen" title="Altmediterrane Sprachen">altmediterranen Sprachen</a>. Die Hypothese einer Verwandtschaft mit dem <a href="Baskische_Sprache" title="Baskische Sprache">Baskischen</a> (einschließlich des Aquitanischen) wird inzwischen weitgehend abgelehnt. Die Vermutung, das Iberische habe als Ausgangssprache für das moderne Baskische gedient, ging zurück auf Manuel Larramendis <i>La antigüedad y universalidad del Bascuenze</i> (1728) und <a href="Wilhelm_von_Humboldt" title="Wilhelm von Humboldt">Wilhelm von Humboldts</a> <i>Prüfung der Ursachen über die Urbewohner Hispaniens vermittelst der Vaskischen Sprache</i> (1821). Jedoch bot das Baskische keinerlei Hilfe bei der Entschlüsselung iberischer Texte.
</p><p>Die Laute der iberischen Schrift sind bekannt, allerdings nicht ihre Bedeutung.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Iberische Texte wurden aus der Zeit zwischen dem 5. und dem 1. Jahrhundert v. Chr. gefunden, vor allem Weih- und Grabinschriften, die mehrheitlich aus Andalusien stammen. Zur Aufzeichnung des Iberischen wurden vier Schriftsysteme eingesetzt: Die <a href="Nordostiberische_Schrift" title="Nordostiberische Schrift">nordostiberische Schrift</a>, die der <a href="S%C3%BCdwest-Schrift" title="Südwest-Schrift">südlusitanischen</a>, der <a href="S%C3%BCdostiberische_Schrift" title="Südostiberische Schrift">südostiberischen</a> und der <a href="Keltiberische_Schrift" title="Keltiberische Schrift">keltiberischen Schrift</a> eng verwandt ist, ist ein Mischsystem von Buchstaben- und Silbenzeichen; ein Einfluss der <a href="Kyprische_Schrift" title="Kyprische Schrift">kyprischen</a> Silbenschrift wird deshalb diskutiert.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Gebiet der heutigen Provinzen Murcia und Alicante wurde zur Aufzeichnung des Iberischen außerdem das <a href="Gr%C3%A4ko-Iberisches_Alphabet" title="Gräko-Iberisches Alphabet">gräko-iberische</a> Alphabet verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft">Herkunft</h2></div>
<p>Zum Ursprung der Iberer gibt es eine Reihe von Vermutungen, die auch in der Vergangenheit für politische Zwecke genutzt wurden. Zum Beispiel wurde in der Diktatur, die bis zur Niederlage Deutschlands gute Beziehung mit letzterem Land führte, der vermeintlich keltische Ursprung der Iberer hervorgehoben. 1946 publizierte Martínez Santa-Olalla gar eine Schrift, die die Iberer als Teil eines großen, „pankeltischen“ Volkes ansah. Die Betonung des Vielvölkertums der Iberer kann man auch als Reaktion auf die Unabhängigkeitsbestrebungen diverser spanischen Kommunen sehen.<sup id="cite_ref-:0_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den 1930er Jahren beschrieb der Archäologe Pere Bosch Gimpera, der Ursprung der iberischen Kultur läge in einer Migrationsbewegung aus Nordafrika heraus. Diese hätte um das 6. oder 5. Jahrhundert herum die iberische Halbinsel erreicht.<sup id="cite_ref-:0_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser Ansicht sind heute noch Archäologen.<sup id="cite_ref-:1_8-2" class="reference"><a href="#cite_note-:1-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er war überzeugt davon, dass es sich bei den vorrömischen Kulturen trotz verschiedener nachfolgender Migrationsbewegungen um die Vorfahren des modernen pluralen Spaniens handelt.<sup id="cite_ref-:0_11-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine genetische Studie aus dem Jahr 2019 hat 271 antike Individuen beprobt, von denen einige auch in die Periode des 5. Jahrhunderts v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. fallen. Sie finden keinen sonderlich großen Einfluss von nordafrikanischen Populationen, sondern eine nahe Verwandtschaft mit lokalen eisenzeitlichen Populationen auf der einen und Populationen aus der ägäischen Region auf der anderen Seite. In der iberischen Stadt Ullastret hätten Leute beider Populationen nahe beieinander gelebt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1911 wurden in der Encyclopaedia Britannica eine damals aktuelle Forschungsmeinung beschrieben, aufgrund von linguistischen, anthropologischen und archäologischen Merkmalen habe eine „iberische“ Kultur existiert, die ganz Europa umfasst habe.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Manche betrachten sie als Teil der Ureinwohner <a href="Europa" title="Europa">Europas</a> und als Schöpfer und Erben einer großen <a href="Megalithkultur" title="Megalithkultur">megalithischen Kultur</a> in diesem Gebiet. Für diese Theorie sprechen ebenfalls genetische Befunde. Demnach bestehen engere Beziehungen zu denjenigen Volksstämmen, welche von den <a href="Kelten" title="Kelten">Kelten</a> im ersten Jahrtausend vor Christus im Irland, Großbritannien und Frankreich unterworfen wurden.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der belgische Archäologe Louis Siret (1860–1934) setzte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Produzenten neolithischer Funde in Südostspanien mit den Iberern gleich, wobei er sich vermutlich auf die Angaben <a href="Marcus_Terentius_Varro" title="Marcus Terentius Varro">Varros</a> stützte.
</p><p>Die in Jerusalem ansässige orthodoxe jüdische Organisation Brit-Am glaubt beweisen zu können, dass der Begriff „Iberer“ etymologisch auf „<a href="Hebr%C3%A4er" title="Hebräer">Hebräer</a>“ zurückgeht, was auf eine genetische Abkunft der Volksgruppe von den <a href="Verlorene_St%C3%A4mme_Israels" title="Verlorene Stämme Israels">verlorenen Stämmen Israels</a> schließen ließe.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kunst">Kunst</h2></div>
<p>Die künstlerischen Hinterlassenschaften der Iberer bestehen in der Hauptsache aus Skulpturen. Man glaubt, dass Statuen wie die <a href="Dama_de_Elche" title="Dama de Elche">Dama de Elche</a>, die <a href="Dama_de_Guardamar" title="Dama de Guardamar">Dama de Guardamar</a> oder die <a href="Dama_de_Baza" title="Dama de Baza">Dama de Baza</a> durch iberische Künstler mit recht hoher (wahrscheinlich griechischer) Ausbildung in Bildhauerei und Ästhetik geschaffen wurden. Die wesentlichen Artefakte der iberischen Kunst finden sich im <i><a href="Museo_Arqueol%C3%B3gico_Nacional_de_Espa%C3%B1a" title="Museo Arqueológico Nacional de España">Museo Arqueológico Nacional de España</a></i> in <a href="Madrid" title="Madrid">Madrid</a>, im <i>Museo Internacional de Arte Íbero</i> in <a href="Ja%C3%A9n" title="Jaén">Jaén</a>, im <i><a href="Arch%C3%A4ologisches_Museum_C%C3%B3rdoba" title="Archäologisches Museum Córdoba">Museo Arqueológico y Etnológico de Córdoba</a></i> und im <i><a href="Museo_de_Albacete" title="Museo de Albacete">Museo de Albacete</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Michael Koch (Hrsg.): <i>Die Iberer</i>. Ausstellungskatalog Paris, <a href="Galeries_nationales_du_Grand_Palais" title="Galeries nationales du Grand Palais">Galeries nationales du Grand Palais</a>, 15. Oktober 1997 – 5. Januar 1998; Barcelona, Centre Cultural de la Fundación „La Caixa“, 30. Januar – 12. April 1998; Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, 15. Mai – 23. August 1998. Hirmer, München 1998, ISBN 3-7774-7710-9.</li>
<li>Michael Kunst: <i>Zambujal. Teil 2: Glockenbecher und kerbblattverzierte Keramik aus den Grabungen 1964 bis 1973</i> (= <i>Madrider Beiträge.</i> Band 5). Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, S. 9–17 (zur Geschichte des Begriffs „Iberer“ in der spanischen Archäologie).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Iberians?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Iberer</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Iberer" class="extiw external" title="wikt:Iberer">Wiktionary: Iberer</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://arkeotavira.com/Mapas/Iberia/Populi.htm"><i>Iberische Sprachräume um 200 v. Chr.</i></a> (ethnographische Karte)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.man.es/man/coleccion/catalogo-cronologico/protohistoria.html">Iberische Kunst und Kunsthandwerk</a> im Museo Arqueológico Nacional de España (spanisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mac.cat/esl/Sedes/Ullastret/Yacimiento-y-Museo-monografico/Museo-monografico/La-cotidianidad-de-los-iberos/La-vida-espiritual">Iberische Kunst und Kunsthandwerk</a> im Museu d’Ullastret (spanisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://visitmuseum.gencat.cat/ca/poblat-iberic-puig-castellar">Iberersiedlung Puig Castellar</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Jürgen Untermann: <cite style="font-style:italic">Los etnónimos de la Hispania antigua y las lenguas prer-romanas de la Península Ibérica.</cite> In: M. Almagro-Gorbea, G. Ruiz Zapatero (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Paleoetnología de la Península Ibérica</cite>. 1992, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>19–33</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Iberer&rft.atitle=Los+etn%C3%B3nimos+de+la+Hispania+antigua+y+las+lenguas+prer-romanas+de+la+Pen%C3%ADnsula+Ib%C3%A9rica.&rft.au=J%C3%BCrgen+Untermann&rft.btitle=Paleoetnolog%C3%ADa+de+la+Pen%C3%ADnsula+Ib%C3%A9rica&rft.date=1992&rft.genre=book&rft.pages=19-33" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"> Guia escolar Vox, Historia, Seite 102, Rosario de la Iglesia, Editorial CREDSA </span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Plinius der Ältere, <i>Naturalis historia</i> III. I. 8.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Plinius der Ältere, <i>Naturalis historia</i> III. IV. 19.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Plinius der Ältere, <i>Naturalis historia</i> III. IV. 21.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Strabon, <i>Geographika</i> III. IV. 1.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20111106110409/http://www2.kah-bonn.de/1/23/0.htm">Kunst- und Ausstellungshalle Bonn</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 6. November 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
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